Mehr als 1.780 OberösterreicherInnen suchten Rat bei der Pflege-Hotline

 Seit einem Jahr steht die Cari­tas im Auf­trag des ober­ös­ter­rei­chi­schen Sozi­al­res­sorts mit der Pfle­ge-Hot­line unter 051/775 775 für alle Fra­gen zum The­ma Pfle­ge und Betreu­ung im Alter zur Ver­fü­gung. Beson­ders wäh­rend des Coro­na-Lock­downs hat sich die Hot­line bewährt. An Spit­zen-Tagen gab es bis zu 52 Anru­fe. „Oft tritt eine Pfle­ge­si­tua­ti­on über­ra­schend schnell ein, da ist es gut, wenn man die Tele­fon­num­mer schon im Han­dy abge­spei­chert hat“, erklärt Hele­ne Krei­ner-Hofin­ger von der Cari­tas-Ser­vice­stel­le für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge in Vöck­la­bruck.

Es gibt zahl­rei­che Ange­bo­te in der Pfle­ge- und Betreu­ung von älte­ren Men­schen in Ober­ös­ter­reich. Mit der Pfle­ge­platt­form www.pflegeinfo-ooe.at gibt es auch eine gute Infor­ma­ti­ons­quel­le im Inter­net. Doch für vie­le Men­schen ist eine unkom­pli­zier­te tele­fo­ni­sche Infor­ma­ti­ons­mög­lich­keit von gro­ßer Bedeu­tung. Des­halb habe ich letz­tes Jahr die Cari­tas beauf­tragt, die trä­ge­run­ab­hän­gi­ge Pfle­ge-Hot­line 051 / 775 775 zu betrei­ben. Geschul­te Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter geben Aus­künf­te, ver­wei­sen an zustän­di­ge Stel­len und Ansprech­per­so­nen und leis­ten Unter­stüt­zungs­hil­fe für jeg­li­che Pro­blem­la­gen“, so Sozi­al-Lan­des­rä­tin Bir­git Gerstor­fer.

Die häu­figs­ten Anlie­gen der Anru­fe­rIn­nen betref­fen Betreu­ungs­mög­lich­kei­ten von mobi­len Diens­ten über Kurz­zeit­pfle­ge bis hin zur 24-Stun­den-Betreu­ung und Pfle­ge­hei­men. Eben­so wich­tig sind finan­zi­el­le Belan­ge inklu­si­ver diver­ser För­de­run­gen. Vor allem wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie hat sich die Pfle­ge-Hot­line bewährt — hier waren vor allem vie­le Fra­gen von ver­un­si­cher­ten Ange­hö­ri­gen ein­ge­gan­gen, die nicht wuss­ten, wie es bei der 24-Stun­den-Betreu­ung wei­ter­geht. Lan­det eine Per­son beim Anruf in der Mail­box, weil gera­de ein Bera­tungs­ge­spräch geführt wird, wird sie ver­läss­lich zurück­ge­ru­fen.

Die Hot­line-Mit­ar­bei­te­rin­nen unter­stüt­zen die Anru­fe­rIn­nen, sich in der brei­ten Ange­bots­pa­let­te von Betreu­ungs- und Pfle­ge­mög­lich­kei­ten zurecht zu fin­den. Außer­dem wer­den sie bera­ten, wel­che Schrit­te zuerst gesetzt wer­den soll­ten, wenn die Pfle­ge und Betreu­ung neu orga­ni­siert wer­den muss.

Es ist gut, wenn es eine zen­tra­le Anlauf­stel­le gibt. Manch­mal tritt ein Pfle­ge­fall plötz­lich ein. Ich emp­feh­le des­halb, sich zeit­ge­recht zu erkun­di­gen. Es ist gut, wenn Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge oder Freun­de sich schon im Vor­feld Gedan­ken dar­über machen, wer z.B. die Pfle­ge über­neh­men könn­te, wenn die der­zei­ti­ge Pfle­ge­per­son ein­mal aus­fällt, oder die­se auch an ihre Gren­zen stößt“, sagt Hele­ne Krei­ner-Hofin­ger, Ansprech­per­son der Cari­tas für pfle­gen­de Ange­hö­ri­ge in den Bezir­ken Vöck­la­bruck und Gmun­den. So wie Fer­di­nand K.*, der wegen sei­ner Eltern anrief. Sei­ne Mut­ter (80) hat­te sich bis­her um sei­nen demen­ten Vater (91) geküm­mert.

Weil sie in der Woh­nung stürz­te und sich an Schul­ter und Knie ver­letz­te, braucht sie nun – zumin­dest vor­über­ge­hend – selbst Unter­stüt­zung. Wenn sie aus dem Kran­ken­haus ent­las­sen wird, küm­mern sich sei­ne Geschwis­ter zwei Wochen lang um die Betreu­ung. Fer­di­nand K. ist nun aber rat­los, wie es lang­fris­tig wei­ter gehen kann, da er berufs­tä­tig ist und auch sei­ne Geschwis­ter die Pfle­ge nicht dau­er­haft über­neh­men kön­nen. Die Eltern benö­ti­gen bei­na­he über­all Hil­fe. „Dank der Bera­tung von der Pfle­ge­hot­line habe ich eine auf unse­re Situa­ti­on indi­vi­du­ell ange­pass­te Lösung gefun­den. Es gibt ja eine Fül­le an Ange­bo­ten, das ist zuerst schon über­for­dernd“, bedankt sich Fer­di­nand K. für die kom­pe­ten­te Bera­tung.

Pfle­ge ist nach wie vor weib­lich
Die meis­ten Rat­su­chen­den bei der Pfle­ge­hot­line sind weib­lich (72 Pro­zent). Die meis­ten Anru­fe­rIn­nen kom­men aus Linz (rund 21%) gefolgt von Linz-Land (10%) und Urfahr-Umge­bung (rund 7%). Knapp die Hälf­te der Anru­fe erfolgt durch Kin­der und Schwie­ger­kin­der, dahin­ter lie­gen Ehe­gat­ten und Lebens­ge­fähr­ten, sowie direkt Betrof­fe­ne. Die Pfle­ge-Hot­line ist von Mon­tag bis Don­ners­tag von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr sowie am Frei­tag von 9 bis 12 Uhr erreich­bar. Die rest­li­chen Zei­ten und Fei­er­ta­ge wer­den mit Anruf­be­ant­wor­ter und ver­läss­li­chem Rück­ruf abge­deckt. www.pflegeinfo-ooe.at

Foto: Humer Len­zing


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