Ein visionärer Unternehmer mit großem Herz

KommR Hans Frau­scher (1939–2020)
Er moch­te die Men­schen, und die Men­schen moch­ten ihn. Mit Hans Frau­scher ver­liert das Salz­kam­mer­gut eine Unter­neh­mer­per­sön­lich­keit, der das All­ge­mein­wohl und die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung unse­rer Regi­on zeit sei­nes Lebens vor Augen hat­te. Er war kein Mann der lau­ten Wor­te, son­dern er ver­stand es, durch wei­ses Han­deln Ent­schei­dun­gen auf den rich­ti­gen Weg zu brin­gen. Es war auch sein Gespür für Neu­es und Inno­va­tio­nen, das ihn aus­zeich­ne­te.

Die Lie­be zum Was­ser und zu Boo­ten war ihm in die Wie­ge gelegt. Vater Engel­bert Frau­scher grün­de­te 1928 eine Boots­werft an der alten Donau in Wien. Die Wir­ren des 2. Welt­krie­ges ver­schlu­gen die Fami­lie nach Gmun­den, wo Hans mit Bru­der Ernst das Unter­neh­men fort­führ­te. Damit wur­de der Grund­stein für die heu­te inter­na­tio­nal erfolg­rei­che Boots­werft Frau­scher gelegt.

Beson­ders die Söh­ne von Hans, Micha­el und Ste­fan, tru­gen durch ihr Enga­ge­ment und die Bereit­schaft, unter­neh­me­ri­sches Risi­ko zu tra­gen maß­geb­lich zur Ent­wick­lung der Mar­ke Frau­scher bei. Heu­te beschäf­tigt die Boots­werft Frau­scher 70 Mit­ar­bei­te­rIn­nen und expor­tiert 80% der Yach­ten in die gesam­te Welt.

KommR. Hans Frau­scher war es stets ein Anlie­gen sich für die Men­schen und die Öffent­lich­keit ein­zu­set­zen. Von 1973 bis 2003 war er Mit­glied des Gemein­de­ra­tes der Stadt­ge­mein­de Gmun­den, wobei er von 1984 bis 2003 das Amt des Vize­bür­ger­meis­ters beklei­de­te. In sei­ner poli­ti­schen Lauf­bahn nahm er an 200 Gemein­de­rats­sit­zun­gen und 370 Stadt­rats­sit­zun­gen teil.

Für die Inter­es­sen der Wirt­schaft set­ze sich Frau­scher zehn Jah­re als Obmann der WKO-Bezirks­stel­le Gmun­den ein. Von 1980 – 1995 war er Fach­grup­pen­vor­ste­her in der all­ge­mei­nen FG des Tou­ris­mus. Als geschick­ter Netz­wer­ker gelang es ihm, Leit­be­trie­be der Regi­on und die Gemein­den des Bezir­kes zur Grün­dung des Tech­no­lo­gie­zen­trums Salz­kam­mer­gut zu gewin­nen. Das TZ Salz­kam­mer­gut ist heu­te Aus­hän­ge­schild in der ober­ös­ter­rei­chi­schen Tech­no­lo­gie­zen­trums­land­schaft und beher­bergt 31 Betrie­be mit über 100 Mit­ar­bei­tern. Auch für den Bau der neu­en WKO-Gmun­den hat sich Hans Frau­scher mas­siv ein­ge­setzt und er hat damit vie­len, vor allem jun­gen Fach­kräf­ten, neue Bil­dungs­mög­lich­kei­ten und Chan­cen eröff­net.

Die För­de­rung der Jugend war ihm immer ein gro­ßes Anlie­gen — war es im Segel- bzw. Was­ser­schi­sport oder im beruf­li­chen Fort­kom­men. Sein umfang­rei­ches Wis­sen im Boots­bau gab der H‑Boot-Welt­meis­ter (1982) auch meh­re­re Jah­re als Berufs­schul­leh­rer wei­ter.

Für sei­ne Ver­diens­te und sein sozia­les Wir­ken erhielt Hans Frau­scher viel Dank und Aner­ken­nung. So ver­lieh ihm der Bun­des­prä­si­dent den Titel Kom­mer­zi­al­rat, LH Josef Püh­rin­ger über­reich­te ihm das Gol­de­ne Ver­dienst­zei­chen der Repu­blik und die Stadt Gmun­den ernann­te ihn zum Ehren­bür­ger.

Hans Frau­scher wird uns immer als lie­bens­wer­ter und enga­gier­ter Mensch in Erin­ne­rung blei­ben. Wir sind dank­bar, dass wir ein Stück des Weges gemein­sam mit ihm gehen durf­ten.

Dei­ne Freun­de von der Wirt­schafts­kam­mer

Foto: pri­vat


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