Dachstein: Erster Spaltensturz in diesem Sommer

Am Nach­mit­tag des 26. 8. 2020 kam es am Hall­stät­ter Glet­scher im Rand­kluft­an­stieg zum ers­ten Spal­ten­sturz in die­sem Som­mer.

Eine slo­wa­ki­sche Berg­stei­ger­grup­pe, bestehend aus 10 Per­so­nen, bestieg am Vor­mit­tag über den „Schul­ter­an­stieg“ den Hohen Dach­stein. 8 Mit­glie­der der Grup­pe erreich­ten gegen 12:30 Uhr den Gip­fel. 2 Per­so­nen dreh­ten beim Auf­stieg wie­der um. Nach einer kur­zen Rast stieg die slo­wa­ki­sche Berg­stei­ger­grup­pe über den Rand­kluft-Klet­ter­steig wie­der ab. Als sie das Schnee­feld erreich­ten, seil­ten sie sich in einer 3- und einer 5‑Seilschaft ord­nungs­ge­mäß an. Sie waren mit Pickel und Steig­ei­sen aus­ge­rüs­tet.

Foto: BRD

Beim Sprung in Spal­te gestürzt

Nach kur­zem Abstieg kamen sie zur Berg­schrund­spal­te des Glet­schers, die in die­sem Bereich bereits 1 bis 2 Meter geöff­net war. Beim Sprung über die Spal­te kam die zwei­te Per­son der 3‑Seilschaft ins Rut­schen und riss den Drit­ten der Seil­schaft in die Spal­te. Er stürz­te aber glück­li­cher­wei­se nicht sehr tief und konn­te von den ande­ren Mit­glie­dern der Grup­pe rasch aus der Spal­te raus­ge­zo­gen wer­den. Durch den Auf­prall ver­letz­te sich der Berg­stei­ger aller­dings an einem Bein so schwer, sodass einer der Grup­pe um 14:00 Uhr einen Not­ruf absetz­te.

Foto: BRD

Ber­gung unter schwie­ri­gen Bedin­gun­gen

Die Berg­ret­tun­gen Hall­statt und Ram­sau, sowie der Not­arzt­hub­schrau­ber C14 aus Nie­deröb­larn wur­den alar­miert. Auf­grund des star­ken Win­des konn­te der Ret­tungs­hub­schrau­ber kei­ne Tau­ber­gung durch­füh­ren und eine ter­res­tri­sche Ber­gung des Ver­un­glück­ten wur­de umge­hend vor­be­rei­tet. In kür­zes­ter Zeit kamen Berg­ret­ter aus den ver­schie­dens­ten Lan­des­tei­len zu Hil­fe, die alle im Dach­stein­ge­biet unter­wegs waren (Hall­statt, Ram­sau, Mürz­zu­schalg, Kuf­stein, St. Johann im Pon­gau).

Foto: BRD

Der Ver­letz­te wur­de erst­ver­sorgt und in eine Tra­ge gela­gert, was bei der Steil­heit des Gelän­des (ca. 40°) in die­sem Bereich und dem star­ken Wind eine ech­te Her­aus­for­de­rung war. Anschlie­ßend wur­de er in der Tra­ge mit dem Seil ca. 200m bis ins fla­che­re Gelän­de des Glet­schers abge­seilt. Dort wur­de der Schwer­ver­let­ze von der Ret­tungs­mann­schaft zum Not­arzt­hub­schrau­ber getra­gen. Nach einer medi­zi­ni­schen Erst­ver­sor­gung der Not­ärz­tin wur­de der Slo­wa­ke in den Ret­tungs­hub­schrau­ber umge­la­gert und ins Kran­ken­haus Schlad­ming zur wei­te­ren Behand­lung geflo­gen.

Im Ein­satz waren 7 Berg­ret­ter aus Ram­sau, 1 Berg­ret­ter und eine Berg­ret­te­rin aus Hall­statt, das Team des ÖAMTC Not­arzt­hub­schrau­bers C14 und 2 Alpin­po­li­zis­ten Bezirk Gmun­den. Vie­len Dank an die Berg­ret­ter der ande­ren Orts­stel­len, die wesent­li­chen Anteil an der raschen Ber­gung des Ver­un­glück­ten hat­ten.

Quel­le: BRD


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